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#1

Wasser in der Heckleuchte - Reparaturhinweise

in Technische Details 25.10.2007 12:37
von sinovelo | 903 Beiträge | 970 Punkte
Seit ein paar Monaten - genauer: seit Mai - hatte ich hinten links einen regelmäßigen Wasserpegel von etwa 2 cm in der Heckleuchte.

Klar, bei dem verregneten Sommer.

Wie das Wasser dort reingekommen ist, war auch klar: Die Verklebung der äußeren Klarglasschicht hatte sich oben von der Trägereinheit gelöst.

Da sich - entgegen aller Eutrophierungslehren - kein Leben in der Pfütze entwickeln wollte, habe ich mich am Wochenende daran gemacht, den Schaden zu reparieren. Bei der Demontage musste ich feststellen, dass auch die zuunterst liegende Nebelschlussleuchte eingenässt war.

Durch den Spalt habe ich mit einem Kartonstreifen als Docht die klare Scheibe von innen ein wenig geputzt und den Spalt soweit geweitet, dass das Wasser ablaufen konnte. Dabei habe ich gemerkt, dass nur die beiden roten Scheiben die dahinter liegende Glühlampe abdecken, die mittlere (Blinkerlampe) ist an der Stelle nicht doppelwandig, sondern es geht durch bis zum Klarglas.

Mit dieser Erkenntnis war die Reparatur einfach: Industriestaubsauger mit der Blinkerlampenöffnung verbunden, die beiden anderen Lampenöffnungen mit je einer Socke verstopft und dann saugend 15 Minuten auf den Heizkörper gelegt, um die gesamte innen befindliche Restfeuchtigkeit abzusaugen und die Lichteinheit komplett trocken zu legen. Dann rundum die Naht mit klarem Silikon neu abdichten (Hilfreich: Einmalspritze für ein paar Cent aus der Apotheke).

Keine Ahnung, was eine neue Leuchteneinheit kosten würde, aber ich denke, ich hab 'ne Menge Geld gespart.

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#2

Wasser in der Heckleuchte - Reparaturhinweise

in Technische Details 25.10.2007 19:13
von Claus | 1.084 Beiträge | 1800 Punkte

Hallo Henning,

für die C3 Limousine habe ich im WWW einen erstaunlich moderaten Preis von rund 45,- Euro gefunden. Genauso für verschiedene Xantia Ausführungen. Aus der Vergangenheit weiss ich aber, dass das Ende der Fahnenstange viel höher liegt.

So kostete eine Rückleuchte für den - in Deutschland - sehr seltenen Peugeot 604 um 1980 schon runde 400,- DM. Das war damals richtiges Geld. Eine ähnliche Situation gab es bei vielen Kombiwagen. Die Leuchte der Limousine, die meist auch noch größer war, gab's für kleines Geld, die des Kombi kostete....

Ich denke, die Leuchte für den Pluriel wird beim Freundlichen knapp unter 100,- Euro kosten. Beim gut sortierten Teilehändler könnte sie schon für 60,- Euro zu haben sein. Sollte es noch was für Chrom-Ring- oder Schwarzlicht-Freaks geben, wird das entsprechende Teil um 150,- Euro kosten.

Mit freundlichen Grüßen

Claus


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zuletzt bearbeitet 03.08.2011 16:36 | nach oben springen

#3

Wasser in der Heckleuchte - Reparaturhinweise

in Technische Details 28.10.2007 19:09
von sinovelo | 903 Beiträge | 970 Punkte

Zitat
Claus schrieb am 25.10.2007 19:13
So kostete eine Rückleuchte für den - in Deutschland - sehr seltenen Peugeot 604 um 1980 schon runde 400,- DM. Das war damals richtiges Geld.


Was im Zweifel immer noch eine gute Investition wäre, denn der "sanfte Löwe aus Sochaux", die Elsässer Antwort auf Mercedes, ist auch heute noch schön anzusehen, während die W123, Granadas und Rekords aus der Zeit eben wirklich gealtert sind.


zuletzt bearbeitet 03.08.2011 16:37 | nach oben springen

#4

Wasser in der Heckleuchte - Reparaturhinweise

in Technische Details 29.10.2007 20:49
von Claus | 1.084 Beiträge | 1800 Punkte
Hallo Henning,

das Foto zeigt einen Peugeot 604 TI aus dem Jahr 1977. Der Wagen dürfte aus der gleichen Serie stammen, wie der, den mein Vater hatte. Die Radkappen verraten den TI und der Außen-Spiegel deutet auf das Baujahr. 1977 kamen die ersten TI mit Bosch K-Jetronic, kontaktloser Zündanlage von Schlumberger und 5-Gang-Getriebe in den Verkauf.

Ich bin selbst viel mit dem Wagen unterwegs gewesen. Auf langen Strecken war der richtig bequem. Und bei konstanter Autobahnfahrt war auch der Benzinverbrauch erträglich. Stadtverkehr hingegen kostete einige Liter zusätzlich. Im Winter konnten das schon mal 16-17 Liter je 100 km werden. Die Vergasermodelle waren übrigens eine ganze Ecke durstiger.

Insgesamt hat der Wagen ein zwiespältiges Bild hinterlassen. Einerseits komfortabel und komplett ausgestattet, waren die eingesetzten Materialen zum Teil eine Katastrophe. Die schmale 175 HR 14 Bereifung (Michelin XAS) stand im krassen Gegensatz zur gebotenen Leistung. Andererseits hatte das Differential serienmäßig eine Sperre! Man konnte mit dem Wagen richtig schnell fahren, sofern man sich das zutraute und flink genug war, das angekündigt ausbrechende Heck mit der nicht sehr direkten Lenkung wieder einzufangen.

Teuer in der Wartung war er obendrein. Der Super-Gau passierte beim Versuch, wie vorgeschrieben das Öl im Differentialgehäuse der Hinterachse zu wechseln:

Die Ablass-Schraube löste sich mitsamt dem Gewinde und einem Teil des Gehäuses. Das Differential war damit Schrott. Der Wagen war zu diesem Zeitpunkt nicht einmal 100.000 km gelaufen. Nach etwas hin und her, wer das ausgerissene Gewinde zu verantworten hatte (nur Peugeot D hatte den Wagen bis dahin gewartet), wurde das Differential zu Sonderkonditionen erneuert.

Den Diesel (604 d turbo) durfte ich mal im Zustand "Neuwagen" nach Paris und wieder zurück fahren, was mir sogar beulenfrei gelungen ist. Dieser Wagen hatte einen völlig anderen Charakter als der TI. Behäbig und im Leerlauf an einen Lieferwagen erinnernd, zog er unerschütterlich seine Bahn. Das Auto war von Peugeot mit einem Tempomaten ausgerüstet worden, der in den Gängen 4 und 5 eingesetzt werden konnte. Auf der französischen Autobahn war das eine feine Sache... bis zur ersten Steigung... die lies sich problemlos am Tacho ablesen.

Das sind meine Erinnerungen an diesen "französischen Mercedes".


Mit freundlichen Grüßen
Claus

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