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#1

Nichts ging mehr

in Technische Details 10.03.2005 00:32
von Judith • Stammgast | 397 Beiträge | 397 Punkte

Mehrere Monate lief mein Pluriel problemlos, verkraftete auch kalte Wintertage, aber heute stellte er sich stur. Ich war auf dem Weg zur Arbeit, plötzlich "zog" er nicht mehr. Als ich nur noch 10 km/h "schnell" fahren konnte, hielt ich an einer relativ günstigen Stelle an und machte den Motor aus. Es war vergleichbar wenn man den Tank ganz leergefahren hat. Es leuchtete übrigens die Motorwarnleuchte. Als ich neu startete zeigte sich diese Warnanzeige nicht mehr, und ich konnte immerhin mit 50 km/h die restlichen 2 km zur Arbeit fahren.

Ich rief gleich in der Werkstatt an und sagte, ich möchte nicht das Risiko eingehen, mit dem Auto in die Werkstatt zu fahren, schließlich kann das unterwegs ja wieder passieren (und sind immerhin über 10 km). Sie holten ihn dann heute spät abends ab. Mal sehen, was er diesmal zu bieten hat.

Grüßle,

Judith


zuletzt bearbeitet 04.08.2011 10:34 | nach oben springen

#2

Nichts ging mehr

in Technische Details 10.03.2005 07:50
von Claus | 1.084 Beiträge | 1800 Punkte
Hallo Judith,

mit ein wenig Glück ist es nur ein Massefehler irgendwo im Umfeld der Motorsteuerung. Sowas kommt im Winter schon mal vor. Die Motorsteuerung schaltet dann in einen Notbetrieb um.

Ich hoffe, daß die Mechaniker in deiner Werkstatt nicht sofort mit dem "Rundum-Modul-Tausch" beginnen, sondern anhand der Daten, die der Fehlerspeicher (hoffentlich) festgehalten hat, gewissenhaft nach dem Fehler suchen.


Mit freundlichen Grüßen

Claus

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#3

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in Technische Details 10.03.2005 07:51
von Helmut • Foreninventar | 586 Beiträge | 618 Punkte
Hallo Judith,

Das hört sich böse an, so nach Total-Blckout der Elektronik. Dies ist ja zur Zeit so der fall bei den Dieseleinpritzern der Deutschen Nobelmarken. Da kann ich Deine sehnsucht nach dem "alten" Mazda verstehen. Unser Mx5 steh ja nun auch draussen und ist manchmal dick zugefroren gewesen (hat aber auch ein "Deckchen" oben drüber) aber er springt nun seit zwei Wintern im Freien immer brav an und macht keine Zicken und wird in diesem Jahr 14 Jahre alt !!

Wir drücken die Daumen, dass alles wieder gut wird und Du die Sorgen bald "oben ohne" und viel Sonne vergessen kannst !!


Grüsse Helmut

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#4

Nichts ging mehr

in Technische Details 10.03.2005 11:36
von Judith • Stammgast | 397 Beiträge | 397 Punkte

Hallo Leute,

der Meister hat mir irgendwas von Drosselklappe erzählt (wusste aber auch nur, was im Bericht steht, hat's wohl nicht selbst gemacht), und die sei gereinigt worden. Wenn irgendein Kontakt nicht stimmt, dann stellt sich gleich die Elektronik auf stur. Das kann's aber doch wohl nicht sein! Wenn einem so ein Kinkerlitzchen auf der Autobahn oder gar in einer kurvenreichen Bergstrecke an einer ungünstigen Stelle passiert, kann das lebensgefährlich werden! Ich würde liebend gerne auf die Elektronik-Späßchen verzichten und dafür ein zuverlässig funktionierendes Auto haben!

Ich kann ihn auf jeden Fall nachher abholen.

Grüßle,

Judith


zuletzt bearbeitet 04.08.2011 10:33 | nach oben springen

#5

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in Technische Details 10.03.2005 12:21
von sinovelo | 903 Beiträge | 970 Punkte
Hi Judith,

ich kann dich verstehen.

Digitale Technik (Elektronik) bedeutet eben leider auch immer: Zustand = 0 oder Zusatnd = 1.

Und das bedeutet eben oft: Geht oder geht nicht.

Analoge Technik hat im praktischen Alltag eben auch oft bedeutet: Funktioniert zwar nicht 100%ig, aber es reicht grade so.

Wünsche dir erstmal wieder gute Fahrt!

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#6

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in Technische Details 10.03.2005 22:18
von Judith • Stammgast | 397 Beiträge | 397 Punkte
Danke, Henning.

Euch auch allen Zustand 1 wünscht
Judith

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#7

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in Technische Details 10.03.2005 23:14
von Claus | 1.084 Beiträge | 1800 Punkte
Hallo Judith,

ich habe dieser Tage noch einen 121 in rot gesehen. Rein optisch war der sogar noch richtig gut beieinander. Nur hatte der leider kein Faltdach.


Mit freundlichen Grüßen

Claus

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#8

Nichts ging mehr

in Technische Details 11.03.2005 12:56
von Judith • Stammgast | 397 Beiträge | 397 Punkte
Hallo Claus,

bei uns fahren noch jede Menge 121er 'rum, und alle top in Ordnung. Sie haben alle ein Faltdach.

Schönes Wochenende euch allen wünscht
Judith

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#9

Nichts ging mehr

in Technische Details 11.03.2005 16:19
von Claus | 1.084 Beiträge | 1800 Punkte

Hallo Judith,

dann hast Du noch die Chance, ein brauchbares Auto zu bekommen. Im Saarland, in Rheinland-Pfalz und vor allem im angrenzenden Frankreich sehen die meisten 121 Kugeln mehr nach rollender Mülltonne als nach top gepflegt aus, leider!!

Ich versteh das nicht, denn der runde 121 wird mit Sicherheit mal ein gesuchtes Liebhaberstück werden.

Mit freundlichen Grüßen

Claus


zuletzt bearbeitet 04.08.2011 11:03 | nach oben springen

#10

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in Technische Details 13.03.2005 11:39
von Helmut • Foreninventar | 586 Beiträge | 618 Punkte
Hallo 121-er Fans (in diesem forum sind ja alle willkommen),

Bei uns im Rathaus fahren 2 Kolleginnen noch einen 121-er und beide sind gut erhalten und die Damen möchten ihn nicht missen, da über viele Jahre absolut problemlos !

Claus du magst recht haben er könnte Kult ** su. werden, Judith in Deinem Fall kann ich verstehen, dass du ihm nachtrauerst.


Grüsse aus´Bonn Helmut

Claus, jetzt ist ja auch der neue MX5 raus, sieht echt stark aus breiter und was länger, aber wenn ich unseren 13 Jahre alten nun sehe, inzwischen ein Stück MX5-Urgestein, er ist eben anders als die neueren und ich denke ich muss mir bald mal Gedanken machen ihn auch wohl für noch weis wie lange zu behalten, die ersten (es ist ja auch noch ein US-Import) werden estimmt auch mal seltene Dinger werden.


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#11

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in Technische Details 13.03.2005 13:53
von Claus | 1.084 Beiträge | 1800 Punkte
Hallo Helmut,

mein Tipp für den MX5 lautet: Unbedingt behalten!

Glücklicherweise hat Mazda das Auto über die Jahre hinweg nur behutsam weiterentwickelt und nicht schon nach 2-3 Jahren die Produktion eingestellt, wie bei so vielen anderen Modellen.

Sicher wird es noch eine Weile dauern, bis einige Verbraucht-MX5 von der Straße verschwunden sind. Ob die wieder aufgearbeitet werden, bezweifele ich, da sich der notwendige Aufwand kaum lohnt. Denn noch gibt es gepflegte Exemplare zu kleinen Preisen.

Glücklicherweise gibt es für dieses Auto nur wenige, zumeist dezente Zubehörteile, die die perfekte Optik nicht ruinieren. Naja, ein "Vollverchromter" ist mir vor ein paar Wochen mal begegnet. Der war meiner Ansicht nach absolut enstellt. Aber breiter-tiefer-geiler à la Manta hab ich noch keinen gesehen.

Oder schlimmer noch: Umbauten zum Ferrari 250GT - 365 Daytona (Stichwort Miami-Vice Auto auf Corvette Basis) gibt es meines Wissens keine, Gott sei Dank!!


Mit freundlichen Grüßen

Claus

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#12

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in Technische Details 13.03.2005 22:51
von Judith • Stammgast | 397 Beiträge | 397 Punkte

Ich ärgere mich oft, dass ich meinen Mazda eingetauscht habe. Er war super gut erhalten, auch noch gelb (Sondermodell, nicht so häufig) und wäre sicher auch mal im Preis wieder hochgegangen. Aber ich kann's nicht mehr rückgängig machen.


Grüßle,

Judith


zuletzt bearbeitet 04.08.2011 10:34 | nach oben springen

#13

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in Technische Details 14.03.2005 07:38
von Helmut • Foreninventar | 586 Beiträge | 618 Punkte
Hallo Judith,

Das mit der ganzen Elektronik erninnert mich an einen Bekannten, der bei Flugmotoren Limbach arbeitet und gerne den alten Bosch erwähnt, der immer sagte : Alles was mechanisch ist kann ich sehen und auch reparieren ! Bei der Elektrinik sieht man nix und kann so auch kaum was machen ausser austauschen ! - Bei den Problemen mit den Einspritzpumpen, die Bosch in verschiedenen richtig teuren deutschen Marken hat, hat der alte Bosch wohl recht behalten !!

Hallo Claus,

Ja mit dem MX5 stelle ich mich tatsächlich wohl auf eine sehr lange Freundschaft ein - "bis das der Tod uns scheidet" könnte hier sogar eher sein als der TÜV !

Grüsse aus Bonn - Judith drück ich die Daumen, dass es nix grösseres ist ! Helmut

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#14

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in Technische Details 14.03.2005 09:50
von Claus | 1.084 Beiträge | 1800 Punkte
Hallo Helmut,

sooo schlecht ist die Elektronik im Auto doch nicht. Zu Beginn der 80er als die ersten elektronischen Motorsteuerungen wie z.B. die Bosch Motronic in die Autos kamen, waren es wesentlich Porsche und BMW, die sie in ihre Spitzenmodelle einbauten. Und es gab gravierende Probleme.

Deren Ursache war aber nicht die Elektronik selbst, sondern meist das Umfeld dazu. Schon ein Massefehler genügte, um ein Auto damals lahm zu legen. Repariert wurde dann meist durch den Austausch ganzer Module. Teuer und unnötig war das meist. Ich möchte nicht wissen, wieviel damals einfach weggeworfen wurde.

Einen Haken hat allerdings auch die beste Elektronik. Die Bauteile altern und fallen unter Umständen aus. Bei diskret aufgebauten Schaltungen ist das in der Regel kein wirkliches Problem. Einen einzelnen Kondensator oder Transistor kann man austauschen. Schwieriger sieht es aus, wenn es um IC's oder schlimmer noch um ASIC's geht.

Auch den Aufwand an Verkabelung bei einer Motorsteuerung in analoger Technik sollte man nicht unterschätzen. Und mit diesem Aufwand steigt auch die Zahl möglicher Fehlerquellen schnell an. Das ist sicher auch mit ein Grund, warum man inzwischen auf die digitalen Bus-Systeme setzt.

Aber auch hier gilt es, abzuwarten, wie sich die einzelnen Techniken im Lauf der Zeit verhalten.

BMW hat die Elektronikprobleme übrigens in den Griff bekommen. Das Ergebnis habe ich in meinem E34, der, was die Elektronik angeht seit 12 Jahren weitestgehend störungsfrei unterwegs ist. Eine defekte Widerstandskaskade legte die Heizungsregelung lahm und einmal war die Platine hinter den Armaturen defekt. Mehr war nicht. Beides konnte schnell und preisgünstig repariert werden. Liegengeblieben ist der Wagen nie. Und das Notprogramm meiner DDE (Digitale Diesel Elektronik) hab ich nie erlebt.


Mit freundlichen Grüßen

Claus

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#15

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in Technische Details 14.03.2005 11:06
von sinovelo | 903 Beiträge | 970 Punkte

Claus,

könntest du bei der Gelegenheit vielleicht mal für Laien verständlich erklären, wie das genau funktioniert mit der (CAN-) Bus-Technologie?

Warum fährt ein C3 ohne das? Warum hat man dem Pluriel das wohl eingepflanzt?

Ich habe so eine Ahnung, könnte mir aber vorstellen, dass du das schön logisch sortiert in wenigen Sätzen auseinanderfummeln kannst.

Danke im voraus.


zuletzt bearbeitet 04.08.2011 10:35 | nach oben springen

#16

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in Technische Details 14.03.2005 13:12
von Claus | 1.084 Beiträge | 1800 Punkte

Hallo Henning,

bist Du sicher, daß C3 (und C2) keine Can-Bus Elektrik haben?

Ich glaube das nicht. Die Fahrzeuge unterscheiden sich meiner Ansicht nach nur noch durch die Programmierung des Bordcomputers. Dafür spricht auch, daß die Konzernmodelle von Peugeot (speziell 206 und 307) auch mit Can-Bus Elektrik ausgerüstet sind.

Bei einer Can-Bus Elektrik hat man nicht mehr separate Leitungen zu jedem einzelnen Verbraucher sondern eine Datenleitung an die die einzelnen Verbraucher über Knoten angeschlossen werden. Dazu zählen natürlich alle Steuerfunktionen um den Motor(Zündanlage, Benzin- oder Dieseleinspritzung), das Fahrwerk (nicht beim Pluriel), die Bremsanlage (Bremsassistent, ABS, EDS, ESP...), das Autoradio und vieles mehr.

Mehr technische Informationen in altdeutsch gibt es hier

------------------

Vorteile:

Weniger Verkabelungsaufwand und einfache Integration neuer Komponenten. Komfortmerkmale sind sehr einfach zu integrieren und sollten auch genauso einfach nachzurüsten sein.

Alle elektrischen Komponenten des Wagens stehen unter permanenter Beobachtung des Bordcomputers, der alle auftretenden Fehler und Störungen festhalten kann.

Nachteil:

Selbermachen wird, wenn keine Programmiermöglichkeiten für den Bordcomputer vorhanden sind, nahezu unmöglich.

------------------

Das Controlled Area Network (CAN) stellt einen 2-Draht Bus dar, der als extrem störsicher gilt. Das zugehörige Kommunikationsprotokoll wurde bereits 1983 von Bosch entwickelt. Zunächst einmal für den Einsatz in Kraftfahrzeugen entwickelt findet man das System heute auch in modernen Häusern. 'Da weiß der Fernseher halt, wann das Bier im Kühlschrank die richtige Temperatur hat'.

In einem Kraftfahrzeug ist das vom Prinzip her ähnlich. Deutlich wird das, wenn man sich die Steuerung des Dachs betrachtet.

- Damit das Dach arbeiten kann, darf der Wagen nicht in den Sparmodus gefallen sein (Ladekontrolle blinkt).

- Soll das Faltdach bewegt werden, muß die Heckscheibe geschlossen sein. Dazu werden deren Sensoren abgefragt.

- Ist das Dach dann bis auf die Heckscheibe heruntergefahren, und wird unter dem Kofferraum versenkt, wird die Kofferraumbeleuchtung deaktiviert und der Drehschalter für die Dachbewegung ist ausser Funktion. Ich habe auch den Eindruck, die Heizung erhält eine Information.

Wollte man diese Steuerfunktionen mit eigenen Schaltern und zwangsläufig aufwändiger Verdrahtung erreichen, wäre der Aufwand ungleich höher und die Gefahr von Störungen ungleich größer.

Als Feind dieser Technik dürfte sich im Laufe der Jahre einmal die Kontaktkorrosion in den Steckverbindungen und andererseits der bastelfreudige Eigner herausstellen. Denn das Auto wird durch den Can-Bus zu einem in sich geschlossenen System, das nur wenige Manipulationen zulässt. Es sei denn, man hat die erforderlichen Kenntnisse und das richtige Werkzeug zur Hand!

Mit freundlichen Grüßen

Claus


zuletzt bearbeitet 04.08.2011 11:04 | nach oben springen

#17

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in Technische Details 14.03.2005 14:38
von sinovelo | 903 Beiträge | 970 Punkte

aaaaahhhhhh!!!!!

wunderbar erklärt! Danke.

Allerdings habe ich es erst anhand des Beispiels mit dem Dach verstanden.

Nun, die Idee, dass C2 und C3 keinen CAN-Bus haben, habe ich vielleicht falsch hergeleitet, und zwar aus der Tatsache heraus, dass laut Werkstatt "nur im Pluriel mit seinem CAN-Bus" eine Nachrüstung mit einem Tempomaten nicht möglich ist.

Dabei gibts den Tempomaten ab Werk zu bestellen im 4-Türer C3.


zuletzt bearbeitet 04.08.2011 11:05 | nach oben springen

#18

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in Technische Details 14.03.2005 20:19
von clausk • Newbie | 29 Beiträge | 29 Punkte
Hallo Judith,

mein Pluri hat übers Wochenende die gleichen Mucken gemacht wie Deiner. Kurz nach dem Kaltstart nur unwillige Gasannahme, kurz darauf beginnt die Motorkontrollleuchte zu blinken, begleitet von warnenden Piepssignalen. Wenige Sekunden später leuchtet die Motorkontrolleuchte dauerhaft. Rechts ran fahren, Motor aus und wieder an - Auto läuft problemlos (erinnert mich irgendwie an STRG-ALT-Entf von meinem PC)

Da ich im vergangenen Quartal hauptsächlich Kurzstrecken gefahren bin, dachte ich mir, eine längere Fahrt mit "pedal to the metal"-Autobahnabschnitt könne nicht schaden. Gedacht - getan, seither läuft er wieder problemlos, die Ursache der Fehlfunktion waren offensichtlich irgendwelche Ablagerungen, die durch die Langstrecke beseitigt wurden.

Viele Grüße

Claus

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#19

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in Technische Details 14.03.2005 23:07
von Claus | 1.084 Beiträge | 1800 Punkte

Hallo Henning,

der eigentliche Nutzen des Can-Bus entsteht erst durch die Möglichkeit auch komplizierte Steuerungsvorgänge zu vereinfachen. Das Dach ist sicher ein Beispiel dafür, der Tempomat ein weiteres.

Wobei die Informationen, die der Tempomat verarbeitet, auch anderen Systemen zur Verfügung stehen können - über den Bus und damit verbunden ist nur ein geringer Aufwand in der Verkabelung.

Wesentliche Information für den Tempomaten ist die momentane Geschwindigkeit. Die könnte über die Drehzahl am Getriebeausgang ermittelt werden, steht aber im Pluriel wegen des ABS bereits von den Radsensoren her bereit.

Die gleiche Information kann auch das Radio verwerten, um die Lautstärke anzupassen. Die Heizung kann sie als Maß für die einströmende Frischluft auswerten und der Tacho zeigt sie als alphanumerische Information an. Auch der eingebaute Geschwindigkeitspieper nutzt sie und eventuell auch der Scheibenwischer.

Du siehst, eine Information, die über den Bus bereitgestellt wird, hilft den verschiedensten Komponenten im Wagen, die jeweilige Funktion zu erfüllen.

Deshalb ist es für mich auch absolut unverständlich, warum Citroën es nicht schafft, den Pluriel mit solchen Extras wie dem Tempomaten zu liefern. Vor allem beim Sensodrive Getriebe ist das eine feine Sache.

Ich hätte dann noch eine ganz persönliche Bitte an die Entwickler einerseits und den Gesetzgeber andererseits:

Nutzt die Chancen solcher Systeme, der Dummheit am Lenkrad Einhalt zu gebieten. Fangt mit einer kleinen, aber sehr sinnvollen Lösung an:

- Schalter Nebelschlußleuchte = an

- => V max = 50 km/h

Der Wagen wird sanft auf 50 km/h eingebremst! Das Dauerärgernis der vergessenen Leuchte, die folgende FahrerInnen auf gut 100 Meter und mehr blendet, hört ganz schnell auf! Die Funzeln sind sofort wieder ausgeschaltet. Und die Raserei im richtigen Nebel hätte auch bald ein Ende.

Der Gesetzgeber hat es in der Hand. Und Mittelstand und Industrie könnte sich mit der Nachrüstung des Altbestands goldene Nasen verdienen. Den 'analogen' ohne Geschwindigkeitsinformation könnte man nämlich Pieper einbauen, die solange nerven, bis die Lampen wieder ausgeschaltet sind.

Ich sollte das mal durch meine Lobbyisten vom ADAC vorschlagen lassen. Einfach einen entsprechenden Antrag für die Mitgliederversammlung formuliert und los geht's.

Mit freundlichen Grüßen

Claus


zuletzt bearbeitet 04.08.2011 11:07 | nach oben springen

#20

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in Technische Details 15.03.2005 01:02
von Judith • Stammgast | 397 Beiträge | 397 Punkte
Hallo clausk,

dann wünsche ich dir, dass es das einzige Mal bleibt.

Bei mir hat's vor allem der Werkstatt Umstände gemacht, )und meinem Mann, der mich 2 x fahren musste). Solange noch Garantie ist, sollen die sich um mein Auto kümmern...

Grüßle,
Judith

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#21

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in Technische Details 15.03.2005 08:47
von sinovelo | 903 Beiträge | 970 Punkte
Claus!

Geniale Idee!

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#22

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in Technische Details 15.03.2005 11:04
von Helmut • Foreninventar | 586 Beiträge | 618 Punkte
Hallo alle,

mal ein kleiner (lustiger) Ausflug in das Reich der Autoelektronik, hier GPS ! Letzte Woche, brach bei uns in Bonn 2 mal das Verkehrschoas aus da an einer Baustelle mit Gleisbau und Strassenversprung mit den Strassenbahngleisen zwei Autos innerhalb von nur zwei Stunden von der Strasse ins Gleibett gefahren waren - sogar an der gleichen Stelle ! Der am weitesten drin hing , ein Fahrzeug für ältere Leute die sich einmal im Leben noch mal ein Auto mit dem Sternvorne leisten wollen und natürlich miut GPS, gab als Auskunft warum : Die Stimme sagte aber doch "hier geradeaus" !!

Also zeuigt uns das wie abhöngig wir doch von der Elektronik sind !

Zurük zum Thema, ClausK mag auch recht haben, dass es durch ein einfaches "neu anfahren" oder dem Auto mal "was anders wie normal bieten" sich der Steuer-Pc im Fahrzeug wieder "satbilisiert" . So nehme ich unsere Fahrzeuge, die ja meist nur Kurzstrecke fahre so im 2-Wochenrhytmus immer mal auf die Autobahn für 'ne längere Strecke. Hab ich vor Jahren mal bei der LKW-Fahrschule gelernt, das dies nicht schaden kann !

Ach wie schön waren doch die einfachen Autos früher, wo man auch noch selbst was machen konnte !


Grtüsse aus Bonn und Daumendrücken, dass dalle fehler vor dem nun wohl doch kommenden schönen wetter behoben werden können !!


Aus dem - richtig warmen - sonnigen Bonn Helmut

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#23

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in Technische Details 15.03.2005 17:54
von Claus | 1.084 Beiträge | 1800 Punkte

Hallo Helmut,

wundert dich die "Ausrede" etwa? Mich wundert die nicht. Die hat ungefähr den gleichen Wert, wie "Mir ist die Zigarette runtergefallen" oder "Ich musste mal die eben die CD wechseln". Daß es dabei Verletzte oder gar Tote gibt, was soll's. Hätte ja auch gut gehen können.

GPS ist halt keine Fahrhilfe für Schwachsichtige oder 'nur bis zum Stern auf der Haube'-Denker. Die sollten lieber einen Blindenhund neben sich setzen oder nur noch den Service von Käpt'n Taxi in Anspruch nehmen.

Für weiter fortgeschrittene Demenzkandidaten bietet sich anstelle der E-Klasse mit Extrachrom ums Auspuffrohr ein Rollator mit Tieferlegung und Scheibenbremse an.

Mit freundlichen Grüßen

Claus


zuletzt bearbeitet 04.08.2011 11:08 | nach oben springen

#24

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in Technische Details 16.03.2005 17:16
von manurtb (gelöscht)
avatar
Mensch, da lernt man was fürs Leben, wenn man hier mitliest.
Danke für die schöne Erklärung, Claus.

Ich glaub aber, dass die Kopplung von Nebelschluss und VMax = 50 km/h dazu führt, dass die Werkstätten viel Geld für diese 'Fehlerbehebung' verlangen werden! ;-)

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#25

Nichts ging mehr

in Technische Details 17.03.2005 00:52
von Claus | 1.084 Beiträge | 1800 Punkte
Hallo Manuela,

das hab ich auch überlegt. Sicher werden einige Werkstätten das ausnutzen. Andererseits ist der Bordcomputer auch in der Lage einen Hinweis ins Tachdisplay einzublenden. Wer den nicht versteht und dann immer noch nicht die Bedienungsanleitung zur Hand nimmt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Ich hab schon Fahrten im Nebel hinter mir, bei denen ich an eine Unfallstelle herankam und ohne Crash halten konnte, weil ich mein Tempo an der Sichtweite orientierte. Dann raus aus dem Auto und ab, hinter die Leitplanke.

Ich erinnere mich an ein Mal, wo es noch keine 5 Minuten dauerte, dann kam einer mit Blindflugeinrichtung... Der konnte nicht mehr anhalten und ist einem Sattelzug in die Hinterräder des Aufliegers geknallt. Fast unmittelbar vor meinen Augen ist das passiert. Zum Glück ging es mit Blechschaden und ohne Personenschaden ab. Nur ca. 50 Meter weiter war die komplette Katastrophenmannschaft mit Notarzt, Feuerwehr und Bestatter im Einsatz.

Rasen im Nebel ist so ziemlich das Übelste. Deshalb ist mir die Idee mit der Kombination Nebelschlußleuchte an => v max= 50 km/h. Und selbst die 50 km/h sind manchmal noch viel zu viel.

Das die blöde Funzel nach einmaligem Einschalten bei vielen dann wochenlang eingeschaltet bleibt, ist ein Versäumnis, das sich Hersteller und Politik zu gleichen Teilen zuschreiben können. Beim Pluriel werden alle diese Funktionen beim Ausschalten der Zündung zurückgesetzt. Mercedes, VW und Audi bauten schon lange Lichschalter in die Autos ein, die sich beim Ausschalten der Beleuchtung automatisch zurücksetzen.

Deshalb kann man bei einem bsw. Merceses ab W123 getrost Vorsatz oder gallopierende Dummheit unterstellen, wenn die Lampe brennt, aber weit und breit kein Nebel sichbar ist.


Mit freundlichen Grüßen

Claus

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